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Vorbereitung
#13

(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12-03-2020, 09:24 AM von Joe. Bearbeitungsgrund: typos removed )

Hallo Yukonwaldi,

wie EmJay und Conestogo schon angedeutet haben, ist DUI (driving under influence) in Kanada alles andere als ein Kavaliersdelikt. Dabei ist es egal, welche Substanz dazu geführt hat. Auch, wenn beispielsweise Cannabis in Canada legal ist; das Fahren unter Einfluss von Cannabis ist es absolut nicht.

Das kanadische Recht unterscheidet bei "impaired driving" zwischen zwei Szenarien, je nach Schwere.

In minderschwerem Fall ist es "nur" criminality und wird als "summary offence" behandelt. Dabei wird nach Gesetzeslage über die Strafe durch ein Gericht entschieden, die Strafen fallen mit bis zu $5.000 und/oder max. 6 Monaten Gefängnis relativ niedrig aus. 

In schwereren Fällen (beispielsweise Trunkenheitsfahrt mit Unfall und Schwerverletzten) wird das ganze zu "serious criminality" und dementsprechend als "indictable offence" behandelt. Dabei gehen die Strafen über die o.a. Strafmaße hinaus und werden von einer Geschworenen-Jury geurteilt. 

Für Immigrationszwecke bist Du in beiden Fällen "inadmissible". Dabei ist es unerheblich, welche Strafe Dir in Deinem Heimatland dafür ausgesprochen wurde. Es wird ein Maßstab angelegt, der zum Zeitpunkt des Vergehens in Canada für das Vergehen gegolten hätte. Nach Deinen Aussagen liegt das jetzt ca. 5 Jahre zurück. Je nach der Schwere Deines Vergehens gibt es unterschiedliche Verfahren, wie Du wieder "admissible", also zur Einreise nach Kanada berechtigt werden kannst.

Es wäre die schlechteste Idee, den Umstand, dass Du Deine Fahrerlaubnis auf Grund von DUI verloren hast, in einer Bewerbung zur (permanenten) Einreise nach Kanada zu verschweigen. Im Rahmen der sogenannten Background-Checks haben die Immigration Officer durchaus die Möglichkeit, diese Informationen zu erlangen, selbst, wenn Du sie nicht im Fragebogen angibst. Was folgt, wird eine Ablehnung Deines Antrages + eine 5-jährige Sperre sein. Solltest Du z.B. eine permanente Aufenthaltserlaubnis erhalten haben, bereits in Kanada sein und es stellt sich nachträglich heraus, dass diese Information absichtlich ausgelassen wurde, zieht es eine Aberkennung der PR, eine removal order + eine 5-jährige Sperre nach sich.



Viele Grüße, Joe
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  • Conestogo, Yukonwaldi68
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#14

(10-03-2020, 10:51 AM)Serg schrieb: Nur ein kurzer Gedanke, vielleicht auch falsch, aber ich schreibe es trotzdem. Korrigiert mich, wenn ich etwas nicht bedacht habe.

Wenn ich alle Verträge kündige und in den Kündigungen auch Belege (oder auch nur die Info weitergebe) das ich Deutschland verlasse, wieso sollten die Versicherungen, Handyanbieter usw. das nicht akzeptieren? Ich sitze doch am längeren Hebel. Das Konto muss ja auch aufgelöst werden und wie wollen die dann noch Geld einziehen??
Und ich bin dann ja auch nicht mehr in Deutschland gemeldet.

Du hast einen Vertrag mit einem Anbieter, ob Handy oder sonst was. Diese Verträge haben Kündigungsfristen und diese hast Du bei Vertragsabschluss akzeptiert. Die Anbieter haben keine Verpflichtung, auf Deine Abmeldung aus Deutschland kulant zu reagieren. Sie können immer auf Vertragserfüllung pochen, denn das ist das Wesen von Verträgen. Wenn Du es so machen würdest wie von Dir beschrieben, begehst Du Vertragsbruch. Du bist dann zwar nicht mehr in D gemeldet und ggfs. laufen die Anbieter mit ihrer Forderung ins Leere, aber ehrlich: willst Du Deutschland als Vertragsbrüchiger verlassen? Und Du sitzt auch nicht am längeren Hebel. Strafverfolgung kann auch im Rahmen von Amtshilfe in Kanada passieren. Und spätestens, wenn Du wegen Passverlängerung in Kanada in das deutsche Generalkonsulat musst, wissen sie wieder sehr genau, wo Du bist. Warum solchen Ärger riskieren, wenn man doch rechtzeitig kündigen kann?



Viele Grüße, Joe
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#15

(12-03-2020, 09:45 AM)Joe schrieb:
(10-03-2020, 10:51 AM)Serg schrieb: Nur ein kurzer Gedanke, vielleicht auch falsch, aber ich schreibe es trotzdem. Korrigiert mich, wenn ich etwas nicht bedacht habe.

Wenn ich alle Verträge kündige und in den Kündigungen auch Belege (oder auch nur die Info weitergebe) das ich Deutschland verlasse, wieso sollten die Versicherungen, Handyanbieter usw. das nicht akzeptieren? Ich sitze doch am längeren Hebel. Das Konto muss ja auch aufgelöst werden und wie wollen die dann noch Geld einziehen??
Und ich bin dann ja auch nicht mehr in Deutschland gemeldet.

Du hast einen Vertrag mit einem Anbieter, ob Handy oder sonst was. Diese Verträge haben Kündigungsfristen und diese hast Du bei Vertragsabschluss akzeptiert. Die Anbieter haben keine Verpflichtung, auf Deine Abmeldung aus Deutschland kulant zu reagieren. Sie können immer auf Vertragserfüllung pochen, denn das ist das Wesen von Verträgen. Wenn Du es so machen würdest wie von Dir beschrieben, begehst Du Vertragsbruch. Du bist dann zwar nicht mehr in D gemeldet und ggfs. laufen die Anbieter mit ihrer Forderung ins Leere, aber ehrlich: willst Du Deutschland als Vertragsbrüchiger verlassen? Und Du sitzt auch nicht am längeren Hebel. Strafverfolgung kann auch im Rahmen von Amtshilfe in Kanada passieren. Und spätestens, wenn Du wegen Passverlängerung in Kanada in das deutsche Generalkonsulat musst, wissen sie wieder sehr genau, wo Du bist. Warum solchen Ärger riskieren, wenn man doch rechtzeitig kündigen kann?

das ist das schlimmere Szenario was du beschreibst. Icon_razz   

Und klar kann/sollte/muss man die Versicherungen usw. normal kündigen und wie auch beschrieben, ziehen die Versicherungen für ein Jahr (oder je nach Abschluss) im Voraus ein und das sollte man beachten. Wenn die das Geld schon haben, dann ist es denen egal ob du weg bist.
Und die Versicherungen werden schon abwägen, ob sich der Aufwand für einen bestimmten Betrag lohnt und meistens ist es nicht der Fall.

Wir haben die Erfahrungen gemacht, das die Versicherungen, Telefon- und Handyanbieter und Amazon Prime (Rückerstattung der restlichen Monaten) uns aus Kulanz aus den Verträgen gelassen haben. Nur das Fitnessstudio wollte die Sonderkündigung nicht akzeptieren, obwohl eine Sonderkündigung greift, wenn man umzieht und der neue Ort mehr als 25 Kilometer vom Studio entfernt ist. Und da habe ich denen alle Informationen zukommen lassen und auch das reichte nicht, bis ich gesagt habe, das auch mein Konto aufgelöst wird und wie die dann das Geld einziehen wollen. Ab dem Zeitpunkt war dann endlich ruhe.  Icon_razz
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#16

Also seine Verträge sollte man fristgerecht kündigen. Aber wenn der Krankenkasse und der GEZ die Deutsche Abmeldebescheinigung nicht als Beweis reicht ist das schon lustig. Besonders wenn man dann auch noch Post von beiden bekommt an die neue canadische Adresse. ( diese hatten sie von mir) . 
Aber da man kein Strafrecht sondern evt. Zivilrecht bricht, hat man keinen Eintrag beim Passamt. 
Selbst die GEZ schafft das nicht, obwohl..... :))
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#17

(12-03-2020, 07:14 PM)Conestogo schrieb: Also seine Verträge sollte man fristgerecht kündigen. Aber wenn der Krankenkasse und der GEZ die Deutsche Abmeldebescheinigung nicht als Beweis reicht ist das schon lustig. Besonders wenn man dann auch noch Post von beiden bekommt an die neue canadische Adresse. ( diese hatten sie von mir) . 
Aber da man kein Strafrecht sondern evt. Zivilrecht bricht, hat man keinen Eintrag beim Passamt. 
Selbst die GEZ schafft das nicht, obwohl..... :))

Das mit der GEZ ist doch ein Scherz, oder?!  Icon_eek Wieso hast denen die Adresse gegeben?
Weil ich hatte vor, ab dem Zeitpunkt der Zusage für die PR, keine GEZ mehr zu zahlen
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#18

(12-03-2020, 10:13 PM)Serg schrieb: Weil ich hatte vor, ab dem Zeitpunkt der Zusage für die PR, keine GEZ mehr zu zahlen

Genau so haben wir es gemacht: mit Bekanntgabe der COPR (per email) im November '18 habe ich die GEZ angeschrieben und mitgeteilt, dass ich ab 12/2018 keine GEZ mehr zahlen werde, weil ich auswandere. Gab keinerlei Rückfragen, nur die Bestätigung, dass sie mich abgemeldet haben.



Viele Grüße, Joe
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#19

LMN-Family schrieb:Jeder Vertrag hat seine Kündigungsfristen und die müssen eingehalten werden ich bin gestern mal durch alle Verträge gegangen und da sind oft drei Monate vor Vertragsende oder Jahresende wenn man das nicht einhält verlängert sich der Vertrag automatisch. Bsp unsere Haftpflicht beginnt immer am 01.07. Das heißt die Kündigung muss bis zum 31.03. Bei der Versicherung vorliegen. Ich denke da sollte man schon alles ordnungsmäßig machen man will ja auch nicht bei der nächsten Reise nach Deutschland festgenommen werden  Naughty Icon_lol wegen nicht bezahlter Beiträge.

Ich habe vorhin mit unserer Versicherung (Rechtschutz+Private-Haftpflicht) telefoniert, die meinten wenn man ins Ausland zieht hat man ein Sonderkündigungsrecht, ich bräuchte keine Fristen einhalten, ich müsste lediglich das Datum nennen, wann der Vertrag enden soll und den Grund. Die Beiträge werden dann anteilig zurückgebucht.
Das Selbe auch beim Mobilfunkvertrag (o²).
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  • LMN-Family
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#20

Nein das mit der GEZ war kein Witz.
Aber das war vor 13 Jahren , die Zeit vergeht wow.
Hab jetzt schon das zweite mal meinen Reisepass hier bekommen . Und als Wohnort steht nicht Canada sondern Ontario drin.
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#21

(13-03-2020, 04:10 PM)Conestogo schrieb: Hab jetzt schon das zweite mal meinen Reisepass hier bekommen . Und als Wohnort steht nicht Canada sondern Ontario drin.

Citizenship ist für Dich kein Thema?



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