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Vorbereitung
#1

An was muss man alles denken,bevor es los geht?Was hilft vor Ort weiter ?

Versicherungsnachweis KFZ Versicherung ( gleich übersetzen lassen)

Versicherungen und Verträge wie Strom,Wasser,Gas kündigen

Nachsendeauftrag

Wie sieht es mit der Krankenversicherung aus? Wir haben über den ADAC plus eine Auslandskrankenversicherung,das reicht aber nicht für den Übergang vermute ich mal.Wie habt ihr das gehandhabt?Wenn ich eine temporäre kV abschließen möchte,benötige ich noch einen Wohnsitz in Deutschland...


Was fällt euch sonst noch dazu ein?

Danke für eure Hilfe..LG
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#2

(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09-03-2020, 11:02 AM von Joe.)

Na, da fällt mir doch noch eine ganze Menge ein:

Kündigen:

- Mobiltelefonverträge kündigen. (Achtung: viele Anbieter haben keine Kulanzregelung. Ihr zahlt manchmal, bis der Vertrag ausläuft, also nachfragen. Andere verlangen mind. noch 3 Monate weitere Gebühren, auch, wenn Ihr schon im Ausland seid. War bei uns so, smartmobile.de, extrem unkulant).
- Rentenversicherung (nicht kündigen, aber Bescheid geben, dass Ihr ab Datum xx.xx.xxxx keine Beitragszahler mehr seid)
- die Autoversicherungen übersenden auf Wunsch gleich ein englischsprachiges Dokument über Eure Versicherungszeiten und Schadensverlauf. Das müsst Ihr nicht extra übersetzen lassen.
- Krankenversicherung in D kündigen
- vom Wohnort abmelden (1 Woche vor bis 2 Wochen nach endgültiger Ausreise). Das ist gesetzlich vorgeschrieben und man muss die Abmeldebescheinigung in Kanada beim deutschen Konsulat vorlegen, wenn man z.B. einen neuen deutschen Pass beantragen will. Das führt mich gleich zum nächsten:
- Pässe prüfen. Sind sie nicht mehr lange gültig, noch in D verlängern. Dann habt Ihr für die nächsten 10 Jahre Ruhe. Auch die Pässe der Kinder prüfen. 
- Bankkonto NICHT kündigen. Man weiß nie, was passiert und solange Eure Bank sich nicht sträubt und Gebühren erhebt, ist ein deutsches Bankkonto immer noch hilfreich. Irgendeine deutsche Gebühr muss man immer noch zahlen.
- Ihr braucht eine Auslandskrankenversicherung, die eine evtl. Wartezeit auf eine neue Krankenversicherung in Kanada abdeckt. In BC wartet man beispielsweise 3 Monate nach Ankunft, bis man in den Genuss der staatlichen Krankenversicherung kommt. Für diesen Fall benötigt Ihr eine Versicherung, vielleicht suchst Du mal unter https://www.deutsche-im-ausland.org/absi...erung.html, oder einfach weiter googlen.
- Habt Ihr irgendwelche Abos? TV-Zeitschriften, Privathaftpflicht, Hauseigentümerversicherung, Reiseversicherungen, ADAC, alles, was irgendwie jährlich wiederkehrt? Tipp: Kontoauszüge (Umsätze) bei der Bank auf ein Jahr rückwirkend im Online Banking betrachten. Alle Ausgaben, die wiederkehrender Natur sind notieren und dann prüfen, wie und wann man sie kündigen kann. Bei uns hat zum Beispiel die Reiseversicherung dieses Jahr wieder abgebucht. Steile Lernkurve.
- Alle möglichen örtlichen Versorger kündigen: Nicht nur Strom, Gas, Wasser, sonder auch Abwasser, Müll, GEZ (!!), (bei GEZ: Schreiben, dass man D zum xx.xx.xxx verlässt, hat bei uns prima gereicht)

Vor Ort benötigt Ihr (neben den offiziellen Papieren zur Beantragung der SIN und Health Card) vor allem einen Nachweis der Führerscheinstelle auf offiziellem Briefkopf über Eure Driver's history. Einfach anfragen und eine Auszug aus der Führerscheinkartei verlangen (möglichst in Englisch). 
Mehr fällt mir grad nicht ein....



Viele Grüße, Joe
Blog zu unserer Auswanderung unter "Homepage".
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#3

Krankenversicherung
Ich habe über Sta-Travel eine KV abgeschlossen um die drei Monate bis zum OHIP zu überbrücken. War nicht ganz günstig aber recht fair: USA und Kanada ist eingeschlossen, das Alter wurde auch berücksichtigt, bis zu 6 Wochen pro Jahr in Deutschland sind auch drin, man darf im Ausland arbeiten, ich zahle ein paar Euro mehr und muss dafür aber im Falles des Falles nicht vorstrecken - man ruft da an und teilt ihnen mit wie viel die Behandlung kostet dann geht das Geld auf die Karte wie eine Kreditkarte und man zahlt mit der Karte.
Das sind knapp 100 Euro im Monat glaube ich. Habe für zwei abgeschlossen. Wenn man vorher kündigt bekommt man das Geld zurück.
Aller Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen habe ich vorher noch in Deutschland gemacht.
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  • JackySpatz
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#4

€100/Monat ist aber nicht wirklich teuer, wenn man bedenkt, was Ärzte/Krankenhaus hier kosten können.



Viele Grüße, Joe
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#5

(09-03-2020, 10:58 AM)Joe schrieb: Na, da fällt mir doch noch eine ganze Menge ein:

Kündigen:

- Mobiltelefonverträge kündigen. (Achtung: viele Anbieter haben keine Kulanzregelung. Ihr zahlt manchmal, bis der Vertrag ausläuft, also nachfragen. Andere verlangen mind. noch 3 Monate weitere Gebühren, auch, wenn Ihr schon im Ausland seid. War bei uns so, smartmobile.de, extrem unkulant).
- Rentenversicherung (nicht kündigen, aber Bescheid geben, dass Ihr ab Datum xx.xx.xxxx keine Beitragszahler mehr seid)
- die Autoversicherungen übersenden auf Wunsch gleich ein englischsprachiges Dokument über Eure Versicherungszeiten und Schadensverlauf. Das müsst Ihr nicht extra übersetzen lassen.
- Krankenversicherung in D kündigen
- vom Wohnort abmelden (1 Woche vor bis 2 Wochen nach endgültiger Ausreise). Das ist gesetzlich vorgeschrieben und man muss die Abmeldebescheinigung in Kanada beim deutschen Konsulat vorlegen, wenn man z.B. einen neuen deutschen Pass beantragen will. Das führt mich gleich zum nächsten:
- Pässe prüfen. Sind sie nicht mehr lange gültig, noch in D verlängern. Dann habt Ihr für die nächsten 10 Jahre Ruhe. Auch die Pässe der Kinder prüfen. 
- Bankkonto NICHT kündigen. Man weiß nie, was passiert und solange Eure Bank sich nicht sträubt und Gebühren erhebt, ist ein deutsches Bankkonto immer noch hilfreich. Irgendeine deutsche Gebühr muss man immer noch zahlen.
- Ihr braucht eine Auslandskrankenversicherung, die eine evtl. Wartezeit auf eine neue Krankenversicherung in Kanada abdeckt. In BC wartet man beispielsweise 3 Monate nach Ankunft, bis man in den Genuss der staatlichen Krankenversicherung kommt. Für diesen Fall benötigt Ihr eine Versicherung, vielleicht suchst Du mal unter https://www.deutsche-im-ausland.org/absi...erung.html, oder einfach weiter googlen.
- Habt Ihr irgendwelche Abos? TV-Zeitschriften, Privathaftpflicht, Hauseigentümerversicherung, Reiseversicherungen, ADAC, alles, was irgendwie jährlich wiederkehrt? Tipp: Kontoauszüge (Umsätze) bei der Bank auf ein Jahr rückwirkend im Online Banking betrachten. Alle Ausgaben, die wiederkehrender Natur sind notieren und dann prüfen, wie und wann man sie kündigen kann. Bei uns hat zum Beispiel die Reiseversicherung dieses Jahr wieder abgebucht. Steile Lernkurve.
- Alle möglichen örtlichen Versorger kündigen: Nicht nur Strom, Gas, Wasser, sonder auch Abwasser, Müll, GEZ (!!), (bei GEZ: Schreiben, dass man D zum xx.xx.xxx verlässt, hat bei uns prima gereicht)

Vor Ort benötigt Ihr (neben den offiziellen Papieren zur Beantragung der SIN und Health Card) vor allem einen Nachweis der Führerscheinstelle auf offiziellem Briefkopf über Eure Driver's history. Einfach anfragen und eine Auszug aus der Führerscheinkartei verlangen (möglichst in Englisch). 
Mehr fällt mir grad nicht ein....

Nur ein kurzer Gedanke, vielleicht auch falsch, aber ich schreibe es trotzdem. Korrigiert mich, wenn ich etwas nicht bedacht habe.

Wenn ich alle Verträge kündige und in den Kündigungen auch Belege (oder auch nur die Info weitergebe) das ich Deutschland verlasse, wieso sollten die Versicherungen, Handyanbieter usw. das nicht akzeptieren? Ich sitze doch am längeren Hebel. Das Konto muss ja auch aufgelöst werden und wie wollen die dann noch Geld einziehen??
Und ich bin dann ja auch nicht mehr in Deutschland gemeldet.
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#6

Jeder Vertrag hat seine Kündigungsfristen und die müssen eingehalten werden ich bin gestern mal durch alle Verträge gegangen und da sind oft drei Monate vor Vertragsende oder Jahresende wenn man das nicht einhält verlängert sich der Vertrag automatisch. Bsp unsere Haftpflicht beginnt immer am 01.07. Das heißt die Kündigung muss bis zum 31.03. Bei der Versicherung vorliegen. Ich denke da sollte man schon alles ordnungsmäßig machen man will ja auch nicht bei der nächsten Reise nach Deutschland festgenommen werden  Naughty Icon_lol wegen nicht bezahlter Beiträge.
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  • JackySpatz
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#7

(10-03-2020, 11:56 AM)LMN-Family schrieb: Jeder Vertrag hat seine Kündigungsfristen und die müssen eingehalten werden ich bin gestern mal durch alle Verträge gegangen und da sind oft drei Monate vor Vertragsende oder Jahresende wenn man das nicht einhält verlängert sich der Vertrag automatisch. Bsp unsere Haftpflicht beginnt immer am 01.07. Das heißt die Kündigung muss bis zum 31.03. Bei der Versicherung vorliegen. Ich denke da sollte man schon alles ordnungsmäßig machen man will ja auch nicht bei der nächsten Reise nach Deutschland festgenommen werden  Naughty Icon_lol wegen nicht bezahlter Beiträge.

Die Versicherungsverträge sind ja überschaubar  Icon_razz Die würde ich auch normal kündigen und die ziehen ja meistens die Beträge ein Jahr im Voraus ein, daher ist es denen egal ob du dann nach 4, 6, 9 Monaten nicht mehr in Deutschland bist.  Icon_wave

Aber worauf ich hinaus bin ist der Handyvertrag (wie bei Joe), da würde ich mir keine Gedanken machen, bzw. unkulant hin oder her. Wenn die meine Sonderkündigung nicht akzeptieren und kein Konto mehr da ist, wo die Geld einziehen können, dann werden die das schon merken. Glaube nicht, das daraus eine Anzeige wird, die zur Verhaftung führt  Icon_razz

Als wir 2016 mit einem Arbeitsvisum nach Kanada gegangen sind, habe ich eine Sonderkündigung (T-Mobile) geschrieben und die Kündigung von meiner Frau wurde akzeptiert und am Tag unseres Abfluges wurde der Service ausgeschaltet. Nur mein Vertrag war noch aktiv (angeblich nicht bei denen angekommen) und kurz vor der Grenze zu den Niederlanden habe ich noch schnell bei der Telekom angerufen und da wurde dann auch mein Vertrag abgeschaltet  Icon_e_smile
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#8

Danke für die vielen Informationen,das hilft uns sehr weiter...LG
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#9

(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11-03-2020, 02:44 PM von LMN-Family.)

Ein Konto würde ich dennoch lassen für Evtl. Rückerstattungen vom Haus oder etc....
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#10

@Joe Was hat es mit der drivers history auf sich? Kann sowas ein genereller Ablehnungsgrund sein? 

Ich hab hier schon seit über 5 Jahren kein Führerschein mehr, muss ne mpu machen, wegen einer Substanz, die in Canada grundsätzlich legal ist.. wollt jetzt einfach ohne Führerschein rüber und dort ganz regulär den canadischen Führerschein machen. Ich weiß das es mega lange dauert um allein fahren zu dürfen und das ich bei der jobsuche massive Probleme haben werde, aber würde das grundsätzlich gehen oder hab ich jetzt schon verkackt?! ?‍♂️? danke euch! :)
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#11

(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12-03-2020, 12:42 AM von EmJay.)

(11-03-2020, 03:53 PM)Yukonwaldi68 schrieb: ... muss ne mpu machen, wegen einer Substanz, die in Canada grundsätzlich legal ist.. wollt jetzt einfach ohne Führerschein rüber und dort ganz regulär den canadischen Führerschein machen.

Oha Waldi,

natuerlich kann man auch ohne Fuehrerschein nach Kanada einwandern, machen viele.

Aaaaber: Bei Fuehrerscheinverlust wegen "Driving under the influence" ist Kanada ziemlich humorlos!
Dabei geht es weniger darum, ob Du hier einen neuen Fuehrerschein machen kannst.
Viel wichtiger wird es sein, wie das Vergehen das zum Entzug fuehrte nach kanadischem Recht zu bewerten waere.
Egal ob Alkohol oder Cannabis, bedroehnt rumkutschieren ist hier grundsaetzlich nicht erlaubt und schnell mal strafrechtlich relevant.
Das kann dir echt noch Schwierigkeiten in Sachen Visum bereiten. Criminal Inadmissibility im schlimmsten Fall.
"Einfach rueber" (mit welchem Visum?) wird spannend.

Sorry,
Mattes

Edit: Die driver's history ist eigentlich nur relevant fuer Verhandlungen mit Autoversicherungen in Sachen Rabatt. Und eventuell fuer die Umschreibung von deutschem Fuehrerschein in Provincial Drivers License.
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#12

Yukonwaldi, das wird wirklich spannend.
Ich denke mal dem Im. Officer wird es Wurst sein ob die Substanz hier legal ist oder nicht.
Eher oha er/sie fährt obwohl es verboten war. Sehr wahrscheinlich, dass er/sie das in Canada auch macht.
Aber das ist jetzt einfach eine Vermutung meinerseits.
Joe kann da sicher mehr dazu sagen.
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