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Permanent Resident verlängern
#1

Einen guten Morgen!

Im kommenden Jahr 2021 läuft unsere Permanent Resident aus und meine Frage lautet: Kann meine Frau sie für die Kinder ohne meine Zustimmung verlängern?

Wir sind verheiratet und leben getrennt seit Februar 2020.

Ich bin vor 7 Jahren mit meiner Familie nach Kanada ausgewandert.
Meine Kinder sind in Deutschland geboren und meine Frau ist auch deutsch.
Unseren Kindern ging es wunderbar. Drei Sprachen, zwei tolle Hobbys, Hund, zwei Autos, gute Wohnlage und meine Frau war immer zuhause für die Kinder. Unsere gemeinsame Entscheidung.

Leider musste ich im letzten Jahr meine Frau zweimal beim Ehebruch erwischen und das extrem schlimme daran ist, dass meine Kinder und ich beide Personen kennen. So konnte ich meinen Kindern nie die Wahrheit sagen, warum ich im Februar in diesem Jahr nach Deutschland zurückgekehrt bin, denn dort habe ich es einfach nicht mehr ausgehalten. Nach dem zweitem Ehebruch wollte ich mit den Kindern nach Deutschland reisen doch meine Frau sagte nein und ließ die Reisepässe verschwinden die ich nie wieder gesehen habe. Sie meinte nur, dass sie an einem sicheren Ort sein würden. Meine Frau ist ein Narzisst und dieses ständige manipulieren konnte ich nicht mehr ertragen. Hinzu kommt noch, dass ich mich von diesen zwei Genickbrüchen nicht mehr erholen konnte. Meine Frau sagt, dass das Fremdgehen nicht der Grund für meine Rückkehr nach Deutschland ist. Ich war einfach nie glücklich dort meint sie. Unglaublich ...

Ich zahle monatlich für ein Telefon, damit ich mit meinen Kindern sprechen kann. Nur leider findet dies nur sehr selten statt, da meine Frau die Hand über das Telefon hat. Sie spricht kaum noch deutsch mit den Kindern und ich kann nie allein mit ihnen reden. Sie hört immer mit und die Kinder sind mittlerweile immer schon verunsichert, wenn ich frage was sie gemacht haben. Ich darf nicht über Verwandtschaft oder Deutschland reden. Mittlerweile sind schon unglaubliche 8 Monate vergangen seit der letzten Umarmung mit meinen Kindern. Sie sagen mir, dass sich in den letzten Monaten soviel verändert hat. Wenn wir uns wiedersehen, möchten sie nicht, dass ich wieder gehe.

Meine Frau muss verstehen, dass der Traum von Kanada bei uns nicht funktioniert hat und auch unabhängig von den Ehebrüchen. Man muss das ehrlich sagen und akzeptieren. Ich musste auch eingestehen, dass die Winter dort nicht für den Menschen gemacht sind. 6 Jahre habe ich als LKW Fahrer gearbeitet bei Wind und Wetter. Über 5 Jahre war ich nicht in Deutschland da wir dafür kein Geld hatten. Die Kinder waren glücklich, aber ich hatte dort keine Lebensqualität und dann auch noch der doppelte Niederschlag im letzten Jahr. Ohne Verwandtschaft kann ich nicht leben. Unterstützung, Hilfe und Stabilität ist so wichtig in solch einer Situation von der eignen Familie und ich komme aus einer Großfamilie. Diese hat mich aufgefangen und darüber bin ich endlos dankbar!

Ich möchte meiner Frau nicht die Kinder wegnehmen bzw. irgendwas böses. Ich habe nur das eine Leben und die Kinder sind alles was ich habe und diese Zeit die man jetzt verliert kann man nicht nachholen. Diese fragenden Augen von den Kindern zusehen und ihnen aber keine Antwort geben zu können ist ein absoluter Horror und jeder Tag ist eine riesen Herausforderung für mich. Wie muss es den Kindern gehen. Sie reden nie darüber und weinen tun sie auch nicht am Telefon doch ich k sehen, dass sie dies gerne tun würden was auch total normal wäre. Dort in Kanada leben sie ohne jegliche Verwandtschaft. Ich kann nicht weiter zuschauen wie sich meine Kinder immer mehr gezielt von mir entfernen und mir der Umgang erschwert wird. In den Sommerferien wollte ich die Kinder nach Deutschland holen, doch es hieß nur "nicht unter diesen Umständen". Dabei war die Einreise für deutsche Staatsbürger seit dem 1. Juli wieder erlaubt. Hier in Deutschland kann sie ihren richtigen Beruf nachgehen und wir können gemeinsam für die Kinder da sein. 
Die Geburtstage von den eigenen Kindern nicht mitfeiern zu können ist eine Qual.

Ich bedanke mich ganz herzlich für eure Zeit und wäre endlos dankbar über jede Hilfe! DANKE!!!

Bitte denkt in anstrengenden Situation mit euren Kindern immer daran wie es wäre sie auf einen Schlag mal 8 Monate nicht zusehen. Das möchte man niemanden wünschen, denn es ist das Schlimmste was einem auf diesen Planeten passieren kann. Die Zeit rennt, die Kinder wachsen so schnell und sie sind das Wertvollste was man hat!
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#2

(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17-10-2020, 02:09 AM von einehausfrauinkanada.)

Hallo Heimat-Harz,

ich würde dir gerne helfen, indem ich hier niederschreibe, was ich in so einer Situation machen würde: 

- Zunächst einmal würde ich einen Anwalt zu Rate ziehen. Es muss geregelt werden, wie oft du mit deinen Kindern sprichst, unabhängig von der Willkür der Mutter der Kinder
- Dann würde ich mir Hilfe von einem Therapeuten suchen, z. B. von einem Psychotherapeuten, Hypnosetherapeuten, Psychologischen Berater, etc. damit ich das Geschehene besser verarbeite
- Danach würde ich mir Gedanken machen, ob es sinnvoll wäre, die eigene PR-Karte zu verlängern. Wenn sie 2021 abläuft, besteht die Gefahr, dass du nicht einfach in einen Flieger springen kannst, wenn du evtl. wegen einem Notfall oder dergleichen schnell zu deinen Kindern nach Kanada musst. Eine Verlängerung geht, wenn du in den letzten fünf Jahren zwei Jahre in Kanada gelebt hast und das trifft bei dir ja zu. Eine neue PR-Karte würde dir weitere 5 Jahre geben, problemlos nach Kanada zu reisen. Den Antrag müsstest du aber von Kanada aus stellen.

Du hast nicht geschrieben wie alt deine Kinder sind. Vielleicht könntest du nochmals ein paar Jahre in Kanada ausharren (trotz der Kälte), bis deine Kinder etwas älter sind und ihre eigenen Entscheidungen treffen können. So kannst du immer bei ihnen sein und ihnen beim Aufwachsen zusehen. Du bist jetzt bei deiner Familie in Deutschland, aber für deine Kinder bist DU (und deine Noch-Ehefrau) die Familie.

Ich habe selber keine kids, deswegen kann ich die Ausgangsfrage nicht beantworten. Ich weiß nicht, ob man für den PR-Antrag der Kinder die Zustimmung beider Elternteile braucht. Deine Kinder haben sich wahrscheinlich in Kanada eingelebt, wollen sie überhaupt zurück nach Deutschland? 

Es war deine freie Wahl damals nach Kanada auszuwandern, weit weg von der Familie in Deutschland zu leben. Es war deine freie Wahl nach Deutschland zurückzukehren, weit weg von deinen Kindern zu sein. Wir haben immer die freie Wahl, aber wir sind niemals frei von den Konsequenzen unserer Wahl. Leider.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen. 

Grüße aus Edmonton,
Seda
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#3

Hallo Seda,

ganz herzlichen Dank für deine Antwort!

Meine Kinder sind 8 und 11 Jahre alt.

Einen Anwalt habe ich eingeschaltet, doch meine Frau ignoriert ihn. Es ist nichts geregelt.

Ich bin auf der Suche nach einen Therapeuten.

Über die PR denke ich nach sobald ich eine Antwort auf meine Frage habe.

In meiner Situation brauche ich Heimat, Eltern und Freunde. Ich kann dort nicht mehr leben, denn ich müsste diese beiden Menschen immer sehen und hätte dort niemanden aus der Familie ausser meine Kinder. Im letzten Jahr war ich zweimal in Deutschland nachdem es jeweils passiert ist und als ich zurück kam habe ich gehofft, dass meine Kinder mir Kraft geben können, doch die negative Energie und die Dinge die dort passiert sind waren stärker. Unabhängig vom Winter brauche ich aber auch den Wald und die Berge für mich. Meine Kinder haben sich dort eingelebt, doch was ist es jetzt noch für ein Leben. Keine Verwandtschaft, keinen Papa, kein Wald oder Berge, harte Winter usw. In diesem Alter ist jetzt noch die Gelegenheit zurückzukehren. Wir sind nur Gast in Kanada und meine Kinder werden es hier lieben. Dort gibt es für sie nur Schule, Hobby und Computer. Es ist traurig sie immer nur auf der Couch zusehen. Sollte ich dorthin zurückgehen, was ich nicht kann, dann hätte meine Frau genau das erreicht was sie wollte.
Ich habe hier in Deutschland eine super Perspektive und jetzt nach den 6 Jahren in Kanada hat man auch den Vergleich. Hier geht es mir wesentlich besser. Nur 2 Wochen Urlaub in Kanada und in der ersten Krankheitswoche kein Geld. Wie soll das nur funktionieren?

Alles Gute nach Edmonton und herzliche Grüße aus dem Harz.
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#4

Moin "Heimat-Harz",

Zunaechst einmal:
Es tut mir leid fuer alle Beteiligten, fuer dich, fuer deine Frau und vor allem natuerlich fuer eure Kinder!
Wenn eine Beziehung in die Brueche geht, ist es meistens eine schwere Zeit.

Permanent Residency laeuft nicht ab. Darum heisst sie "Permanent". Die Permanent Residency kann nur, unter bestimmten Bedingungen, per Gerichtsbeschluss entzogen werden. Was ablaeuft ist nur die PR Card. Ohne gueltige PR Card ist es umstaendlich, wenn man als Permanent Resident nach Kanada wieder einreisen will. Aber man muss keine PR Card besitzen, wenn man das Land eh nicht verlassen will.

Deine Frau kann fuer eure Kinder neue PR Cards beantragen.
"Question 25
Read the declaration. Sign and date the application form.
  • If you are less than 14 years of age: one of your parents or a legal guardian must sign the application."
https://www.canada.ca/en/immigration-ref...ifier.html
Und Du koenntest, wie von Seda (Sehr guter Rat!) empfohlen, deine PR Card erneuern lassen, in dem Du einen Representative einschaltest.
Selber Link, weiter unten.

Ueberhaupt finde ich, dass Selda da sehr wichtige Punkte angesprochen hat. Es liest sich, als ob Du mit der ganzen Situation noch reichlich ueberfordert bist.
Eine psychologische Beratung wuerde vermutlich hilfreich sein, die Dinge etwas distanzierter (etwas weniger Ich-Bezogen) zu sehen.
"dass meine Kinder mir Kraft geben können", das sollte genau andersrum laufen, Du bist der Vater.

Und dann mit zwei ordentlichen Anwaelten (einer fuer dich, einer fuer deine Noch-Ehefrau) eine einvernehmliche Scheidung erarbeiten.
Im Sinne von "Wie belasten wir die Luetten am Wenigsten?"
Dazu noch der ganze Unterhaltszahlungs- , Sorge- und Besuchsrechtskrams - ohne Anwalt bekommen das die wenigsten Menschen auf die Reihe, denke ich.

Good luck, best wishes!
Mattes
[-] Folgende(r) 2 Mitglieder sagen Danke an EmJay für den Beitrag:
  • Joe, Johanna
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#5

Traurige Sache, das. So sehr ich Deinen Schmerz verstehe, in erster Linie bist Du der Vater und wenn es für Dich in D besser ist, heißt das noch lange nicht, dass alle anderen Beteiligten das genauso sehen. Deine Kinder sind zu klein, um Deine inneren Beweggründe verstehen zu können, für sie bist Du vor alem eines: weit weg.
Mütter haben hier in Kanada, wie auch in Deutschland, sehr weitreichende Rechte und unter dem Aspekt, dass Du freiwillig nach D zurück gegangen bist, sogar noch mehr (Argument kann ja immer sein, dass Du die Familie verlassen hast, wem glaubt man wohl mehr - leider).
Ich würde versuchen, zu allererst das Umgangs- und Sorgerecht zu regeln. Das wird nicht ohne Anwalt ablaufen. Aber dann hast Du eine klare Ausgangssituation, was Du mit Deinen Kindern machen kannst und was nicht.

Viele Grüße, Joe
Blog zu unserer Auswanderung unter "Homepage".
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