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Homeoffice in Kanada
#1

Liebe Community,

meine Freundin und ich dürfen im Oktober diesen Jahres für 2 Jahre nach Kanada und sind voller Vorfreude, auch wenn die Situation rund um covid19 aktuell einiges kompliziert macht.

Ich werde im Rahmen einer Delegation für einen deutschen Arbeitgeber in Toronto arbeiten, entsprechend erhalte ich ein WorkPermit für diesen Zeitraum. Da meine Freundin bereits mehrere Jahre mit mir zusammen lebt, wird auch Sie ein Open Work Permit für den Zeitraum erhalten.

Erfreulicherweise hat Ihr jetziger Arbeitgeber angeboten, Sie weiterhin zu beschäftigen. Heißt konkret, Sie könnte aus dem Homeoffice in Kanada Ihrem aktuellen Job nachgehen.

Auch wenn Sie ein Work Permit besitzt, ist mir bewusst, dass es hier weitere Themen gibt die zu beachten sind. Insbesondere was die Steuersituation betrifft.

Hat jemand aus eurem Kreise Erfahrungen diesbezüglich?

Ich bin sehr dankbar für jede Hilfe.

Grüße
Janson
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#2

Hallo Janson, 

willkommen im Forum.  Icon_wave

Wir sind gerade in einer ähnlichen Situation, nur dass wir die CoPR haben und kein WP.  Icon_e_smile
Und bei uns ist es meine Frau, die von ihrem Arbeitgeber das Angebot erhalten hat, weiterhin für die Firma zu arbeiten. 
Meine Frau hat am Donnerstag mit der AHK in Toronto telefoniert und die meinen das wäre alles kein Problem. Nur was das jetzt genau alles heißt, das werden wir wohl in den nächsten Tagen bzw. Wochen erfahren. Nur soviel schon mal vorab, die deutsche Firma muss in Kanada registriert sein. 

Und die Firma wird sich mit der AHK in Verbindung setzen und danach kann ich dann sicher mehr dazu sagen. Falls nicht schon vorher jemand hier im Forum was dazu sagen/schreiben kann. Haben ihr einige gute Experten.  Icon_mrgreen

Beste Grüße 
Serg
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#3

Hi Serg,

vielen Dank für deine Rückmeldung.
Würde mich freuen, wenn du mich auf dem Laufenden hältst! 

Und ja, vielleicht gibt es hier noch weitere Experten im Forum! :)

Grüße Janson
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#4

(12-07-2020, 10:03 PM)Janson schrieb: Hi Serg,

vielen Dank für deine Rückmeldung.
Würde mich freuen, wenn du mich auf dem Laufenden hältst! 

Und ja, vielleicht gibt es hier noch weitere Experten im Forum! :)

Grüße Janson

Das werde ich machen Thumbup
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#5

Hallo Janson,

Willkommen im Forum.  Clap

Ich bin kein Steuerberater (will auch keiner werden), aber ich denke, die steuerliche Situation ist so, dass man in dem Land, in dem man sich mehr als 183 Tage im Jahr aufhält, an sich auch Steuern bezahlen muss. Da Ihr im Ausland lebt und Deine Frau in Deutschland Ihr Entgelt erhaltet, ist sie m.W.n. in D beschränkt einkommenssteuerpflichtig. Das bedeutet, die Steuern werden dort entrichtet und normal mit dem Lohn abgeführt.

Sie müsste dann zwei Steuererklärungen machen; eine für Kanada (Hauptwohnsitz) und eine für Deutschland (Steuerausländer). Mich betrifft es jedenfalls für 2019 wie beschrieben, da ich da noch in D Entgelt erhalten habe, obwohl ich schon in Kanada gelebt habe. Vielleicht fragt Ihr in D mal beim Finanzamt nach, die müssen eigentlich kostenlos beraten.

Viele Grüße, Joe
Blog zu unserer Auswanderung unter "Homepage".
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#6

(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13-07-2020, 10:04 PM von Janson.)

(13-07-2020, 10:25 AM)Joe schrieb: Hallo Janson,

Willkommen im Forum.  Clap

Ich bin kein Steuerberater (will auch keiner werden), aber ich denke, die steuerliche Situation ist so, dass man in dem Land, in dem man sich mehr als 183 Tage im Jahr aufhält, an sich auch Steuern bezahlen muss. Da Ihr im Ausland lebt und Deine Frau in Deutschland Ihr Entgelt erhaltet, ist sie m.W.n. in D beschränkt einkommenssteuerpflichtig. Das bedeutet, die Steuern werden dort entrichtet und normal mit dem Lohn abgeführt.

Sie müsste dann zwei Steuererklärungen machen; eine für Kanada (Hauptwohnsitz) und eine für Deutschland (Steuerausländer). Mich betrifft es jedenfalls für 2019 wie beschrieben, da ich da noch in D Entgelt erhalten habe, obwohl ich schon in Kanada gelebt habe. Vielleicht fragt Ihr in D mal beim Finanzamt nach, die müssen eigentlich kostenlos beraten.


Hi Joe,

vielen Dank für die Willkommensgrüße und deine Rückmeldung!

Du hast definitv recht, meine Freundin wird in Kanada steuerpflichtig sein, wenn Sie dort arbeitet. Auch wenn es sich lediglich um Homeoffice für einen deutschen Arbeitgeber handelt.

Der Hauptwohnsitz wird in Kanada liegen, dass heißt die Steuerklärung wäre nur in den Jahren mit "Überschneidung" in beiden Ländern fällig.

Problematischer ist so wie ich die Lage bisher einschätze, die Tatsache, dass das deutsche Unternehmen in Kanada registriert sein muss. Was das konkret bedeutet kann ich bisher nicht abschätzen!? Hier hoffe ich auf noch mehr Input von Serg oder anderen Experten aus dem Forum :)

LG Jan
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#7

Hast du mal in das Abkommen zur Vermeidung von Doppelbesteuerung geguckt, daraus müsste sich ja wohl alles ergeben.


Abkommen Doppelbesteuerung
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#8

Das kann für Eure Arbeitgeber ein Alptraum werden wenn sie sich hier registrieren lassen ohne hier auch Geschäfte zu machen.
Riesige Kosten, Sozialabgaben in Canada, Zulassungen, warum eine Firma hier und keine Aktivitäten.... Geldwäsche... ? 1 Angestellter aber nichts passiert in Canada..... , Bilanz in Canada, Steuerberater usw. 

Da ist eure Lohnsteuer echt das kleinste Problem dagegen. 
Da sollte ihr einen anderen Weg finden ohne dass sich die Arbeitgeber soweit aus dem Fenster lehnen müssen. 
Alles in D lassen , Konto in D , Wohnsitz bei Mama anmelden Arbeitgeber zahlt alles in D und hier einfach nur Hausfrau sein. Wenn man sowieso Homeoffice macht. :0)  Done....
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#9

(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15-07-2020, 01:39 AM von EmJay.)

Nope, Einspruch euer Ehren!

(15-07-2020, 01:12 AM)Conestogo schrieb: Das kann für Eure Arbeitgeber ein Alptraum werden wenn sie sich hier registrieren lassen ohne hier auch Geschäfte zu machen.
Riesige Kosten, Sozialabgaben in Canada, Zulassungen, warum eine Firma hier und keine Aktivitäten.... Geldwäsche... ? 1 Angestellter aber nichts passiert in Canada..... , Bilanz in Canada, Steuerberater usw. 

Da ist eure Lohnsteuer echt das kleinste Problem dagegen. 
Da sollte ihr einen anderen Weg finden ohne dass sich die Arbeitgeber soweit aus dem Fenster lehnen müssen. 
Alles in D lassen , Konto in D , Wohnsitz bei Mama anmelden Arbeitgeber zahlt alles in D und hier einfach nur Hausfrau sein. Wenn man sowieso Homeoffice macht. :0)  Done....

Janson und Freundin wollen zwei jahre "Legal Residents to Canada" sein. Und da gehoert halt auch Steuern zahlen dazu.
Ich empfehle einen Steuerberater zu suchen, der sich mit "internaional taxation" auskennt, sollte es einige geben in Toronto...
Weil das ist schon "hartes Brot": https://www.canada.ca/en/revenue-agency/...s-tax.html
Ich versteh es jedenfalls beim ersten Durchlesen nicht! Icon_redface
Aber ich bin recht sicher es findet sich ein fairer Weg fuer alle Beteiligten. Nur "Guter Ratt ist teuer", frei nach Uli Stein...
Und das ist dann eben eine Sache, die mit dem Arbeitgeber verhandelt werden muss - wer zahlt die zusaetzlichen Unkosten?

Irgendwelche Mauscheleien "bei Mama" faende echt doof, wenn jemand zwei Jahre hier Infrastruktur nutzt kann er/sie doch auch zu deren Erhalt beitragen, oder?

Etwas erstaunt, das ausgerechnet Du zur Steuerverkuerzung raetst
gruesst
Mattes
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#10

Hallo Conestogo, hallo Mattes,

vielen Dank für Eure Rückmeldung. Schön zu sehen, dass dieses Forum lebt und man viele Rückmeldungen erhält.

@Conestogo: Ich sehe es ähnlich wie Du. Die Sache ist komplizierter als man zunächst annimmt und insbesondere für den deutschen Arbeitgeber mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden. Meine Hoffnung war, etwas genauer zu erfahren was dies bedeutet und ob es diesbezüglich Erfahrungswerte gibt. 
Dein "pragmatischer" Ansatz mit Leben bei Mutti, ist für uns leider keine Option. Neben moralischen Bedenken, ist das Risiko aus meiner Sicht sowohl für den Arbeitgeber meiner Freundin (der weiß, dass Sie nicht in Deutschland ansässig sein wird) wie auch für uns, deutlich zu hoch! Insbesondere da wir mit 2 Jahren über einen doch recht langen Zeitraum sprechen.

@Mattes: Auch ich werde aus deinem Link nicht wirklich schlau. Es wird wohl keinen Weg daran vorbeiführen uns professionelle Hilfe zu suchen. Dass dies irgendwann fällig wird, hatte ich befürchtet. Meine Hoffnung war jedoch, hier zu erfahren, dass dieses Konzept grundsätzlich mit überschaubarem Aufwand für alle Beteiligten möglich ist :( 

LG Jan
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#11

(15-07-2020, 03:00 PM)Janson schrieb: Schön zu sehen, dass dieses Forum lebt und man viele Rückmeldungen erhält.

Dies ist die schlechteste Definition für "Forumsaktivität", die ich je gelesen habe. Wenn ein Forumsteilnehmer die Aktivität eines Forums daran misst, wie schnell und profunde er Wissen abgreifen kann, ohne sich anderweitig im Forum zu engagieren, erscheint mir diese Perspektive doch erhebliches Entwicklungspotential zu bergen.
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#12

(15-07-2020, 04:45 PM)Imoo schrieb: Dies ist die schlechteste Definition für "Forumsaktivität", die ich je gelesen habe. Wenn ein Forumsteilnehmer die Aktivität eines Forums daran misst, wie schnell und profunde er Wissen abgreifen kann, ohne sich anderweitig im Forum zu engagieren, erscheint mir diese Perspektive doch erhebliches Entwicklungspotential zu bergen.

Wow...

Als Neuling in einem Forum zum Leben in einem "fremden Land" ist es aus meiner Sicht selbstverständlich, dass man in erster Linie Wissen abgreift und dann dieses ggfs. zu einem späteren Zeitpunkt an Andere weiter gibt. Hier schnelle Rückmeldung zu erhalten empfinde ich als sehr positiv und habe ich lobend erwähnt.

Schade, dass das so negativ aufgefasst wird.
[-] Folgende(r) 1 Mitglied sagt Danke an Janson für den Beitrag:
  • Cantilius
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