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Geschafft- wir sind in Kanada
#1
Smile 
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14-09-2020, 05:38 AM von dr.basic.)

Liebes Forum,
hier der versproche Bericht.
Alles begann erst so richtig mit meinem letzten Arbeitstag am 28.08.- der Stress und die Hektik.
Alles noch schnell erledigen, Rechner abgeben, letzte Runde durch die Firma drehen, sich bei einigen Kollegen richtig verabschieben. Unbeding zu erwaenen ist das Geschenk, dass sie mir gemacht haben.
[Bild: IMG-3517.jpg]
Im Hinterkopf war der Container, der bereits daheim steht und beladen werden moechte. Eigentlich wollten wir gar kein Container nehmen und uns nur auf das wesentliche beschraenken, da aber noch zwei beigeladen haben Icon_razz , hat es sich vom Volumen her gelohnt, wir selbst haben, grosszuegig gerechnet, 15m3 und ca 5m3 blieben ungenutzt.
Da wir viele helfende Haende hatten waren wir am Freitag zugig fertig geworden. Der zweite Beilader kam dann am Samstag- auch da waren viele Helfer, so dass wir schnell fertig geworden sind. Ab 14 Uhr am Samstag waren wir alleine in unserem leeren Haus. 
Immerwieder fanden sich Sachen, die wir noch schnell eingepackt haben und in den Container geworfen haben- selbst noch am Montag, an dem Tag an dem der Container abgeholt werden sollte. Er sollte um 8 abgeholt werden, es wurde dann aber 13:00 Uhr.
[Bild: IMG-3633.jpg]
Das warten wurde mit dem Leerraeumen des Hauses, fuer den Sperrmuell, ueberbrueckt. Wie erwaehnt wurde der Container um 13 Uhr abgeholt und ab da wurde alles rigoros leergeraeumt und rausgebracht.

Seit diesem Tag lebten wir wie Zigeuner, mal hier uebernachtet mal da. Eltern und Freunde haben uns sehr gut untergebracht und versorgt.
Am 1 September sollte der Sperrmuell um 6 Uhr morgens kommen, gegen 13 Uhr waren die dann da. Jetzt galt es das Haus putzten und zur Uebergabe fertig machen. Am gleichen Abend alles uebergeben, Haus abgeschlossen- das war's, kein Haus, nichts mehr da. Lediglich 5 Koffer, 5 Handgepaeckkoffer und paar Rucksaecke sind uebriggeblieben, der Rest ist im Container und im Sperrmuell gelanden.
Wehmut kam 3 mal auf, als der Container wegfuhr, als der Sperrmuell alles weggeraeumt hat und als das letzte mal die Garage geschlossen wurde aber auch ein Gefuehl der Freiheit- alles irgendwie gemischt... 
Die letzten Tage waren der Abschlusstour gewidmet. Eigentlich sollte der letzte Freitag freibleiben um die letzten Dinge zu klaeren aber der Tag war der stressigste. 
Als ich am Freitag Online einchecken wollte, ging das natuerlich nicht, ich musste am Samstag ueber den Check-In Schalter, wie alle anderen auch.
Richtiges Herzsausen bekam ich als ich gefragt wurde ob ich meine eTA habe... Halsueberkopf an den Rechner gesetzt und angefangen zu beantragen, meine ging durch, sofort bestaetigung bekommen, auf die Nummer von der Frau warte ich bis heute... Nachdem ich mich gesammelt habe und meine Bekannte kontatiert habe, die ein Soft-Landing im Juni/Juli gemacht hat, gab es Entwarnung mit der CoPR brauch man keine eTA- ist ja irgendwie klar...
Jetzt galt es sich ganz den Koffern und dem Gewicht zu widmen, Geschenke einpacken, Sache umpacken, rausholen, da lassen usw. Alle Dokumente checken, alles nochmal ordnen und spaet todmuede ins Bett fallen.
Am Samstag um 10 Uhr waren wir am Flughafen (Flug ging um 13:20) bis wir eingecheckt haben, Koffer aufgegeben und bezahlt haben waren es 12 Uhr. Das jetzt der schwerste Gang zum Gate war, muss ich keinem, der das durchgemacht hat sagen. Jetzt sind die Sekunden gezaelt und der grosse Abschied kommt immer naeher. Nachdem viel Traenen geflossen sind, mussten wir gehen in unsere ungewisse Zukunft- ein Neuanfang auf den wir uns freuen aber doch traurig sind die Familie und die Freunde zurueckzulassen...
Bis wir durch die Sicherheitschleuse, mit 5 Kinder durch waren, kamen wir puenktlich zum boarding. Der Flieger war ziemlich ausgebucht, Passagiere aus dem asiatischem Raum, arabischem,- indischem Raum, deutsche waren kaum dabei. Der Flug mit LH nach Torronto verlief reibunslos, mit Kinder gab es auch keine Probleme- der Mediathek sei dank.
In Torronto angekommen gab es fuer uns noch eine Ueberraschung, wir durften ins Cockpit und bekamen eine kleine Einweisung. Dies fuehrte dazu, dass wir jetzt in jeder Schlange die Letzten waren.
[Bild: IMG-4018.jpg]
Es lief alles ohne Probleme bis auf auf den Grenzbeamten der von wissen wollte was ich in der ArriveCAN App mit "Yes" beantwortet habe, dieses "Yes" zog eine Fehlermeldung nach sich. Da ich die App Tage vorher ausgefuellt habe, wusste ich nicht, was ich mit Yes beantwortet habe...
Also wurden wir ins Hinterzimmer gefuert, dort nahm sich eine junge Dame unser an und fuellte die App fuer uns nochmal aus, machte alles fertig, sodass wir zur Immigration konnten.
Da lief alles einfach ab, da alle Papiere vorbereitet waren. CoPR, Reisepaesse, Adresse der Quarantaene, Bestaetigung von den Quarantaene Versorger, Tel.Nr. ueber die man erreichbar ist, Nachweise der Funds, Adresse wohin die PR Karten geschickt werden sollen, dann wieder warten, sieben Personen benoetigen halt seine Zeit. Dann gab es ein kurzes rueberwinken, Kurzinstuktion ueber die PR, wie lange gueltig, wie man den Status verlieren kann (760 Tage ausser Landes) usw. dann hiess es. Sir, welcome in Canada Canada
Wir sind am Ziel!!!
Jetzt noch ein kleine Huerde, ab zu den Koffer, die wir abholen und wieder aufgeben muessen. Dann an am Zoll noch die Liste mit Goods to follow vorzeigen, alles brav abstempeln lassen kurzer Smalltalk mit dem Beamten, dann hiess es wieder Sir, welcome in Canada Canada .

Jetzt ist der letzte Stein vom Herzen gefallen. Wir haben es tatsaechlich geschafft, unser Traum ist in Erfuellung gegangen, fuehlt sich noch so unreal an, wir sind am Ziel!!!!
Das es so einfach ist haette ich nicht gedacht, ich hab mir das Schlimmste vorgestellt und dann war ich so positiv ueberrascht.
Unser Aufenthalt in Toronto war 4 Stunden, das hat auch gelangt, um ohne Stress- auch als letzter in der Schlange, gut durchzukommen.
Jetzt lag noch ein Flug von 2.5 Stunden, nach Winnipeg, vor uns, wo uns Freunde mit einem bereitgestelltem Fahrzeug erwarteten. Sie haben uns zu unserer Quarantaene begleitet und am naechsten Tag das Fahrzeug abgeholt. Hier in unserem grosszuegigem Gefaengniss mir 5 acre Grundstueck, haben wir schon die Haelfte abgesessen und duerfen am 19.09 raus.

[Bild: IMG-4083.jpg]


Wir wurden schon zwei mal vom Government angerufen und einmal von der RCMP kontrolliert aber auch das verlief unspektakulaer und freundlich. Der Polizist meint wenn er wieder kommt, meldet er sich eine Stunde vorher an, damit wir alle Dokumente bereitlegen koenen.

Wir werden hier sehr gut versorgt, von Leuten die wir kennen aber auch aber auch (bis jetzt) nicht kennen. Wir sind sehr gluecklich und sehr dankbar ueber das, was uns bisher wiederfahren ist. Es wurde fuer alles gesorgt, wir haben alles und haben kein Mangel.

Soweit mein Bericht.

Wenn noch Fragen sind, lasst mich das Wissen, gerne beantworte ich diese, kann sein dass ich etwas vergessen habe aber das Wichtigste ist gesagt.

Danke euch allen fuers Mitfiebern.

Gruesse 
dr.basic
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#2

Danke für deinen Bericht ich hab mich richtig mit euch mit gefreut.Ist ja wirklich super gelaufen...Der Rucksack ist ja toll, schöne Idee von deinen Kollegen.Mit der eTA ist ja komisch, aber zum Glück ging es ja so.Ich muss die für mich und Dem kleinen auch neu beantragen, wegen der Namensänderung und neuem Pass, hoffentlich geht das gut.Ich weiß gar nicht ob man bei einem WP eine eTA braucht?
Welche Spedition habt ihr beauftragt? 
Liebe Grüße nach Manitoba
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  • dr.basic
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#3

sehr guter Bericht. 
Und schön das bei euch alles gut geklappt hat und jetzt muss nur noch der Container ohne Komplikationen ankommen  Icon_e_smile
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  • dr.basic
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#4

Container befindet sich grad zwischen Antwerpen und Montreal. Conatainer wurde am 10 Sep. auf das Schiff verladen, soll am 27. Sep in Winnipeg ankommen.
Dieser Bericht folgt dann auch
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#5

Danke für den ausführlichen Bericht. Als ich den las, kam mir unsere eigene Auswanderung wieder ganz klar vor Augen. Vor allem das Gefühl, das Haus abzuschließen, die Kinder zu verabschieden, Trennung, Wehmut, Schmerz gemischt mit aufgeregter Erwartung - das ist schon ein Gefühlscocktail. Nun seid Ihr hier und ein 5 acre Gefängnis ist ja auszuhalten. Mal sehen, wann der erste Schnee kommt. :)

Vielleicht berichtest Du ja auch, wie es weiter geht mit Settlement, Jobsuche, heimisch werden. Würde mich freuen.

Viele Grüße, Joe
Blog zu unserer Auswanderung unter "Homepage".
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#6

(14-09-2020, 06:37 AM)JackySpatz schrieb: Danke für deinen Bericht ich hab mich richtig mit euch mit gefreut.Ist ja wirklich super gelaufen...Der Rucksack ist ja toll, schöne Idee von deinen Kollegen.Mit der eTA ist ja komisch, aber zum Glück ging es ja so.Ich muss die für mich und Dem kleinen auch neu beantragen, wegen der Namensänderung und neuem Pass, hoffentlich geht das gut.Ich weiß gar nicht ob man bei einem WP eine eTA braucht?
Welche Spedition habt ihr beauftragt? 
Liebe Grüße nach Manitoba

Jacky, bei einem WP brauchst Du eine eTA, nur bei einer CoPR brauchst Du die nicht, da gilt das CoPR Document schon als Legitimation. Unsere eTA ist übrigens einige Zeit, nachdem wir in Kanada gelandet waren, schriftlich gecancelt worden (per email) mit der Begründung, dass wir ja nun PR wären und sie nicht mehr benötigen. Da die eTA 5 Jahre gültig ist, kannst Du sie auch jetzt schon beantragen bzw. sobald Ihr Eure neuen Pässe habt.

Viele Grüße, Joe
Blog zu unserer Auswanderung unter "Homepage".
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  • JackySpatz
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#7

(14-09-2020, 06:37 AM)JackySpatz schrieb: Danke für deinen Bericht ich hab mich richtig mit euch mit gefreut.Ist ja wirklich super gelaufen...Der Rucksack ist ja toll, schöne Idee von deinen Kollegen.Mit der eTA ist ja komisch, aber zum Glück ging es ja so.Ich muss die für mich und Dem kleinen auch neu beantragen, wegen der Namensänderung und neuem Pass, hoffentlich geht das gut.Ich weiß gar nicht ob man bei einem WP eine eTA braucht?
Welche Spedition habt ihr beauftragt? 
Liebe Grüße nach Manitoba

Dane fuer die Rueckmeldung.
Fuer WP brauchst du, glaub ich, auch keine eTA ist in der WP incluidiert aber da ist Joe der absolute Fachmann.

Als Speditiont:

Carl Hartmann Bremen, Germany
Tel. 49 - 421 - 30 29 320
Fax. 49 – 421 - 30 29 328
E.Mail.:A.Soller@Carl-Hartmann.de
Homepage.:WWW.Carl-Hartmann.Com

Bis jetzt waren wir mit den zufrieden, gute Beratung und vor allem guenstig. Die sind auf MB spezialisiert und haben dieses Jahr, vor Corona, bereits 10 Container nach MB geschickt.
Habe von denen nur gutes gehoert. Gib mir noch drei Wochen, dann werde ich berichten, wie alles abgelaufen ist, auch incl. dem Canadischem Agenten, der sich um den Teil hier kuemmert.
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  • JackySpatz, Johanna
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#8

Danke für die schnellen Antworten...
Wir haben uns nun doch einen eigenen Container gekauft, zum einen können wir in Ruhe beladen und auch ausladen.Er nimmt ja einiges an Werkzeug und Rüstung mit, voll wird der sowieso.Morgen wird er auch schon geliefert.Wenn das WP endlich kommt ,können wir zeitnah los...sitzen eh auf gepackten Kisten.Morgen früh werden wieder verkaufte Möbel abgeholt, langsam wird es übersichtlich hier.Irgendwie fühlt man sich freier.

Die neuen Pässe sind da ,da werde ich die ETA doch beantragen, hatte Angst das durch die Reisebeschränkungen Die eTA abgelehnt werden...
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#9

Glückwunsch, und das alles so gut weiterläuft!!


Gesendet von iPad mit Tapatalk Pro
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#10

N'Abend,

Spedition Hartmann in Bremen, Herr Soller... da werden Erinnerungen wach...
Toller Service, sehr netter Kontakt. War uns schon vor 13 Jahren eine grosse Hilfe!
Die koennen auch Alberta und waren auch damals einer der guenstigsten Anbieter.

@dr :
5 acres Auslauf klingt gut! Have fun.

Gruesse
Mattes
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#11

Ja, der Andy ist gut drauf... 13 Jahre Erfahrung sprechen fuer sich.
An Spruechen spart Andy auch nicht Icon_razz.

Ja, mit 5 acre laesst es sich wirklich gut aushalten, Zeit geht recht schnell rum. Kits haben wirklich fun.
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#12

Unser Container ist da[Bild: 26d6f4c8065941cdc13e0c35de1b2fb3.jpg]

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